Jürg Wickihalder Orchestra


Narziss & Echo

mit Tim Krohn und Manuel Perovic

Ein dramatisches Werk für 2 Sängerinnen, Streichtrio und Blasorchster

Der Saxophonist und Komponist Jürg Wickihalder mutiert immer mehr zu einem wahren und irrwitzigen Tausendsassa der europäischen Szene. Sei es als begnadeter Improvisator oder als Komponist schräger Märchenstunden – stets gelingt es ihm seinen unverkennbaren Stempel aufzudrücken.

Wenn Jazzmusiker und klassische Musiker ihre artistischen Tore dermassen weit öffnen, dass ein gemeinsa­mer Raum entsteht, dann findet sich dort das Jürg Wickihalder Orchestra – ein junger, aber erprobter Glücks­fall der Zürcher Kulturlandschaft.

Das Orchester besteht aus einigen der versiertesten und abenteuerlichsten Zürcher KünstlerInnen und zeigt, dass Jazz- und Klassische Musik ohne Anstrengung und mit Aufrichtigkeit eine Geschichte gemeinsam erzählen können.

Noch in den USA leitete Jürg Wickihalder das international besetzte „Interplay Collective“, eine Gruppe bestehend aus 12 Instrumentalisten, von denen eine Mehrzahl auch als Komponisten tätig ist (CD: Jürg Wickihalder directing the Interplay Collective feat. Sophie Dunér, Label: IAC, 2000).



Seit seiner Rückkehr in die Schweiz verfolgte Wickihalder das Ziel, ein neues Kollektiv zusammen­zustellen: Das neu gegründete „Jürg Wickihalder Orchestra“ besteht ausschließlich aus namhaften Schweizer Instrumentalisten, welche im Raum Zürich tätig sind. Dadurch soll die Möglichkeit gegeben sein, Projekte längerfristig entwickeln zu können. Der Einbezug von MusikerInnen, welche ebenfalls als Komponisten tätig sind, trägt zur Bereicherung der künstlerischen Arbeit bei.

 



 



 

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Narziss & Echo on TV:
http://www.art-tv.ch/9190-0-Juerg-Wickihalder-I-Schaffhauser-Jazzfestival.html

Narziss & Echo in der ZEIT:

http://blog.zeit.de/tontraeger/2012/07/06/juerg-wickihalder-narziss-echo_13418


Die Musik

Wickihalders frühere Duo-Kompositionen für Klavier und Saxophon (erschienen auf der CD „A Feeling for Someone“, INTAKT 134) tragen eine starke Liedhaftigkeit in sich: Klarheit und Einfachheit der Melodieführung werden in der Interpretation und Improvisation gepaart mit Verspieltheit und Witz. In „Narziss & Echo“ werden diese Kompositions- und Interpretationsmerkmale auf einen größeren Klangkörper übertragen und weiterentwickelt. Im Unterschied zu älteren Kompositionen liegt der kompositorische Fokus auf der Erweiterung der Harmonik - ein Grund für die gro­­ße Be­setz­­ung.  Melo­­disch ste­hen die Stimmen  im Mittelpunkt.
„Narziss & Echo“ besteht aus 10 Liedern, welche in Abwechslung mit Instrumentalpassagen den dramaturgischen Bogen ergeben. Die Mischung von MusikerInnen aus dem Klassik- und Jazzbereich geben dem Komponisten die Möglichkeit, den Notentext mit Platz für Instrumentalimprovisationen zu gestalten und auszubalancieren.

Die Arbeitsweise


„Narziss und Echo“ ist die 5. Zusammenarbeit von Jürg Wickihalder mit Tim Krohn. Die Interpretation des Notentextes, die Bearbeitungen (Arrangements) der Kompositionen und die „Haltung“ (die innere Einstellung) der einzelnen Musiker während den Improvisationen werden in enger Zusammenarbeit mit dem Autor erarbeitet. Dadurch spiegelt sich die Schlüssigkeit der dramaturgischen Figuren im musikalischen Spiel. Die dazu notwendige Entwicklung musikalischer Mittel führt zu einer eigenen, das Werk charakterisierenden Musiksprache. Ovids Geschichte beinhaltet Elemente, welche sich wunderbar eignen, musikalisch umgesetzt zu werden, so etwa das „Echo“.


Bei einer Mehrzahl der Lieder komponiert Wickihalder zuerst die Musik, auf welche Krohn anschließend den Text setzt. Diese außergewöhnliche Arbeitsweise erwies sich in früheren Arbeiten (z.B. „Schneewittchen“) als äußert spannend und hat sich bewährt. Erst gegen Ende der Arbeit, wenn der dramaturgische Bogen schon klar ersichtlich wird, dieser aber vom Autor noch mit Text ergänzt werden muss, kann der Arbeitsprozess umgekehrt verlaufen.

 

Bisherige Zusammenarbeit Jürg Wickihalder - Tim Krohn

 

2008 Schneewittchen: Hörbuch mit Tim Krohn und Vera Kappeler. Kompositionen: Jürg Wickihalder. Bilder: Elisa Ortega. www.merianverlag.ch

2003 Schneewittchen singt. Verlag der Autoren (D). Text: Tim Krohn. Musik: Jürg Wickihalder.

2002 Die Bienenkönigin. Buch mit CD. Urs Engeler Verlag (CH). Text und Regie: Tim Krohn. Musik: Jürg Wickihalder. Uraufführung am Theater Neumarkt in Zürich mit Helene Grass, Otto Kukla, Urs Jucker, Daniel Rohr und Jürg Wickihalder.

1994 Die kleine Oper vom Herbstmondfächer. CD und Buch, Edition Solitude, Stuttgart (D). Text: Tim Krohn. Regie: Tim Krohn/Regula Sprecher. Musik: Jürg Wickihalder. Uraufführung am Theater an der Winkelwiese in Zürich mit Sabina Frei, Venus Madrid und Jürg Wickihalder.

 

Die Geschichte

 

Saturnia tobt, als sie entdeckt, dass die leichtfertige Nymphe Echo nur mit ihr flirtet, damit Saturnias Gatte Zeus unentdeckt fremdgehen kann. Sie belegt Echo mit einem fürchterlichen Fluch: Die Nymphe verliert ihre Sprache, sie kann nur noch fremde Worte wiederholen. Bestürzt flieht Echo in den Wald, in dem Narziss lebt, ein hinreißender Jüngling. Auch er ist geflohen vor den Menschen, die sich scharenweise in ihn verlieben. Echo verfällt ihm augenblicklich. Erstmals ist für sie die Liebe mehr als nur ein Spiel – doch wie verführt man sprachlos einen Mann? Narziss verjagt sie, Echos Avancen haben allerdings Folgen: Narziss betrachtet erstmals sein Spiegelbild. Augenblicklich verfällt er seinem eigenen Anblick und wird dadurch zum unglücklichsten aller Liebenden. Ovids Geschichte aus den „Metamorphosen“ variiert zauberhaft das Thema „Verführung“. Sie erzählt von der Einsamkeit des Jägers, von der Ohnmacht des Gejagten und von der traurigen Wahrheit, dass das tiefste Begehren stets das unerfüllte ist.

 

Die Besetzung

 

Tim Krohn: Sprecher
Jeannine Hirzel: Sopran
Sonoe Kato: Mezzosopran
Mia Lindblom: Violine
Frantz Loriot: Viola
Seth Woods: Cello
Jürg Wickihalder: Saxophon
Florian Egli: Saxophon/Flöte
Michael Jaeger: Tenorsaxophon/Klarinette
Damian Zangger: Trompete/Tenorhorn
Bernhard Bamert: Posaune
Chris Wiesendanger: Klavier
Daniel Studer: Kontrabass

dirigiert von Manuel Perovic

 


Biografien

 

Tim Krohn, Libretto

aufgewachsen in den Glarner Bergen, lebt als freier Schriftsteller in Zürich. Er schrieb unter anderem die Romane "Quatemberkinder", "Irinas Buch der leichtfertigen Liebe", "Vrenelis Gärtli" und "Ans Meer". Sein jüngstes Buch heisst "Der Geist am Berg". Er schrieb Libretti und Theaterstücke für verschiedene Bühnen und unterrichtet literarisches Schreiben an der Hochschule der Künste Bern.

 

Das Orchester



 

Jürg Wickihalder (* 1973 in Glarus/CH)
lebt als Saxophonist (ss./ts.) und Komponist in Zürich. Jazzschule Luzern 1989-92, Berklee College of Music 1992-95. Unter­richt/Zusammenarbeit mit Steve Lacy, Joe Viola, George Garzone, Urs Leimgruber, Irène Schweizer, Pierre Favre, Hans Koch, Ulrich Gumpert u.a. Leiter des „Jürg Wickihalder Overseas Quartet“ (CD „Furioso“, Intakt 153), des Jürg Wickihalder European Quartet (CD "Jump", Intakt 194), des 14-köpfigen „Jürg Wickihalder Orchestra“ (CD "Narziss und Echo", Intakt 209), Duo mit dem Pianisten Chris Wiesendanger (CD „A Feeling For Someone“, Intakt 134). Mitglied des "Ulrich Gumpert Quartett" und der Zürcher Grossformation "Omri Ziegele Billiger Bauer".

Gewinner zahlreicher Kompositions- und Solistenpreise u.a. Solistenwerkjahr der Dienemann Stiftung, Aufnahme in die Dean’s List des Berklee College of Music, 18th Annual Student Award der US-Musikzeitschrift „Down Beat“, Kompositions-Werkbeiträge der Kantone Glarus und Zürich. Zahlreiche Publikationen und Konzerttourneen.

Manuel Perovic, Arrangement/Orchestration/Dirigent
Studium am Konservatorium Winterthur, Berklee College of Music, Henry-Mancini-Institute, Manhattan School of Music, Musikhochschule Zürich. Kompositionen und Arrangements für Konzerte, Tourneen und Studioaufnahmen in den USA und Deutschland, u.a. für «Trinity and the C.L.O.», «Rale Micic Quintet», «Chihiro Yamanaka Trio», «The Berlin Jazz Orchestra», «Swinging Strangers».

Jeannine Hirzel, Sopran
Die Schweizer Sopranistin erhielt ihre Ausbildung an der Musikhochschule Zürich. 1998 Lehrdiplom bei Kathrin Graf und Daniel Fueter, 2001 Konzert­diplom „Liedduo“ bei Irwin Gage. Seit 2001 nimmt sie Privat­unterricht bei Carol Meyer in Frankfurt/Main. Sie erhielt verschiedene Stipendien und Aus­zeichnungen: Migros-Kulturprozent, Friedl-Wald-Stiftung Basel, Kiefer Hablitzel Stiftung 2000 und 2002, Erster Preis beim 1. Hilde Zadek Wett­bewerb in Passau 1998, Kiwanis-Musikpreis für Liedduo.

Jeannine Hirzel ist eine vielseitige Konzertsängerin und Darstellerin auf der Bühne. Sie sang bereits Liederabende bei den Musikfestwochen in Lugano, in der Reihe „Freunde des Liedes“ in Zürich mit dem Pianisten Edward Rushton und Mahlers „Das Lied von der Erde“ bei „Young artists in concert“ in Davos mit Heinz Holliger und dem Tenor Jonas Kaufmann.

Engagements führten sie u.a. an das Operastudio Vlaanderen Gent/Belgien, Vlaamse Opera 2001/2002 (Bianca in Brittens „Rape Of Lucretia“), ans Theater Osnabrück und ans Hans-Otto-Theater Potsdam. Sie war Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich (Nancy / Mum - Britten „Albert Herring“ 2003). 2004 wirkte Jeannine Hirzel in Produktionen der Neuköllner Oper Berlin (Nancy - Arp/Bisowski: „Friendly Fire“) und der Kammeroper Schloss Rheinsberg (Zweite Dame - Mozart „Zauberflöte“) mit.

„Le marteau sans maître“ von Pierre Boulez mit dem Nouvel Ensemble Contemporain, die bosnische Erstaufführung in Sarajevo von Schönbergs „Pierrot Lunaire“, eine CD-Aufnahme mit Liedern von Walter Courvoiser zusammen mit Edward Rushton und die 4. Mahler Sinfonie gehören zu den Höhenpunkten der letzten Jahre.

 

Sonoe Kato, Mezzosopran

In Kyoto (Japan) geboren. Studium an der staatlichen Hochschule für Kunst und Musik in Kyoto. Zahlreiche Konzerte und Opernaufführungen in Japan. Seit 2002 lebt sie in der Schweiz. Studium an der Musikhochschule Zürich ZHdK mit dem Schwerpunkt Lied und Oratorium. Konzert- und Solistendiplom.

In ihrer sängerischen und künstlerischen Tätigkeit pflegt sie ein breites Spektrum, welches von Alter Musik bis zu Zeitgenössischen Kompositionen reicht. Ihre persönliche Vorliebe gehört der Neuen Musik (diverse UA), dem Lied, der Kammermusik und dem Oratorium.

Sie ist Mitglied im „Vokalensemble Zürich“ von Peter Siegwart, mit welchem sie Auftritte u.a. am Schweizerischen Tonkünstlerfest 08, an der Salzburger Biennale (mit dem Ensemble Contrechamps (Genf), Leitung, Beat Furrer) und im Altenberger Dom/Köln hatte. Sie ist auch Mitglied im „Ensemble Tzara“, wo sie bei diversen Uraufführungen mitwirkte. 2009 gab sie Konzerte und Meisterkurse in China im Rahmen des Pro Helvetia Austauschprogrammes „Crosslink Music“.

Diverse UA und Konzerte mit zeitgenössischen Kompositionen (Tonkünstlerfest 09 in Lausanne mit einer UA von Alfred Zimmerlin, Aufzeichnungen von Radio DRS 2 usw.)

 

Chris Wiesendanger, Klavier

Geboren und aufgewachsen in Zürich. Beginnt in jungem Alter auf dem Flügel, Cembalo und Schlagzeug zu improvisieren, Gehörtes nachzuspielen, Eigenes zu erfinden. 10 Jahre klassischer Klavierunterricht. Studium von Klavier, Komposition und Theorie an der Julliard School of Music in New York. Zahlreiche Auftritte im In- und Ausland. Spielte u.a. mit Mark Turner, Chris Cheek, Joshua Redman, Nasheet Waits, Ben Street, Benny Golson, Michael Brecker, Eddie Harris, Taiichi Kamimura, Dianne Reeves, Antonio Sanchez.

Konzerte am North Sea Festival Den Haag, JVC Jazz Festival New York, Montreux Jazz Festival, Umbria Jazz Festival, Jazz à la Villette in Paris ua.

Unterrichtet an den Musikhochschulen Zürich ZHDK und Luzern HSLU. Zudem Unterrichtstätigkeit an Seminaren in Siena (Italien), Sligo (Irland), Granada (Spanien), IASJ (Riga / Lettland) usw.

Als Komponist, Improvisator und Pianist sucht er Musik zu entwickeln, die sich auch ausserhalb der traditionellen Sprache des Jazz bewegt. Das Erweitern und Sprengen von musikalischen Grenzen sind zentrale Anliegen in seiner Musik.

 

Florian Egli, Saxophon/Flöte

1982 geboren und aufgewachsen in Trasadingen (SH), studierte Florian Egli an der Zürcher Hochschule der Künste bei Christoph Grab und Reto Suhner. Während dem Studium erhält er den Förderpreis der Friedl Wald Stiftung.

Es folgt eine rege Konzerttätigkeit mit seinen eigenen Projekten „The murder of Amus Ames“ und „Weird Beard“.

Seit 2007 Mitglied im Lucerne Jazz Orchestra. Weitere Konzerte mit dem Zürich Jazz Orchestra sowie dem Swiss Jazz Orchestra. Florian Egli unterrichtet an der jungen Musikschule „You and the music“.

 

Michael Jaeger, Saxophon/Klarinette

Klassischer Klarinettenunterricht ab 1987. 1999-2004 Studium an der Musikhochschule Luzern (Jazz) im Studiengang Performance und Pädagogik. Mit Auszeichnung abgeschlossen.

Instrumentalunterricht bei Nat Su, Donat Fisch, Kurt Rosenwinkel und Anne-Kathrin Graf (Querflöte). Als Instrumentalist und Komponist tätig in versch. Theater -und Tanzprojekten.

Konzerte mit Urs Leimgruber (ss, ts), Hans Koch (basscl), Chris Wiesendanger (p), Nat Su (as), Jürg Wickihalder (ss), Jürg Grau (tp), Christian Weber (b), Markus Eichenberger (cl), Valentin Kessler (acc.), Valentin Bächi (roads), Lionel Friedli (dr), Flo Stoffner (git), Christian Jaeger (dr), Damian Zangger (tp), Mats Spielmann (tp), Reto Senn (cl), Draman Keita (djembe), Ibou N`Dyaie (djembe), Peter C. Zumthor (dr), Nina Salis (voc) Felix Perret (dr) und anderen.

 

Damian Zangger, Trompete/Tenorhorn

1971 in Zürich geboren und in Küsnacht wohnhaft, hat an der ETH Zürich 1998 sein Architekturstudium abgeschlossen. Anschließend studierte er an der Hochschule für Musik in Köln bei Prof. Manfred Schoof Jazztrompete und bei Paulo Alvares Improvisation und Neue Kammermusik. In den Jahren 2005/2006 war er Stipendiat am Istituto Svizzero di Roma, ISR.

Zangger arbeitet als Musiker und Komponist u. a. mit seinem Jazzensemble „ORG“ (mit Matthias Muche, Philip Zoubek, Benno Glüsenkamp, Daniel Speer) oder „Salon eins/zwei“ (musikalische Lesungen mit Helmut Vogel). Zusammen mit der Schauspielerin Verena Buss erarbeitete er eine musikalische Lesung von Dantes „Divina Comedia“. Als Theatermusiker war er 2008 am Theater St. Gallen tätig. Er hat u. a. mit der freien Gruppe „Theater Konstellationen“ („Quatemberkinder“, 2007) oder an der Volksbühne Berlin („Eisstadt“, 2003/2004) gearbeitet.

Er vertonte Kurz-, Werbe-, Animations- und Dokumentarfilme und schuf Musik für Videoinstallationen (so etwa für das Deutsche Künstlerduo Keller/Wittwer). Zusammen mit der Holländischen Autorin Liesje Schreuders entstand 2007 das Hörstück „Reisgenoot“.

Im Schnittfeld von Musik und Szenographie sind in Zusammenarbeit mit der Tänzerin und Choreographin Sabine Hausherr und dem bildenden Künstler William Speakman seit 2003 diverse Arbeiten entstanden (Komposition für „Körperbilder“; Koproduktion, Komposition und Raumgestaltung für „constellations“; Klanginstallationen für „capture“ und „Plan / Solo mit Gästen“). Mit „Musikalische Begegnungen mit der Architektur“ entstand in Rom ein interdisziplinäres Projekt, das ab August 2006 in Renaissance-Villen Andrea Palladios, sowie in verschiedenen Bauwerken der Schweiz zur Aufführung kam und dort als interaktive Performance in den musikalischen Dialog mit dem Raum trat (Zusammenarbeit mit Raphael Camenisch).

Im Schnittfeld von Jazz, freier Improvisation und zeitgenössischer Musik sind zahlreiche Arbeiten mit Künstlern aus den Bereichen Theater, Tanz, Literatur, Film, Video und Architektur entstanden.

 

Bernhard Bamert, Posaune

1970 geboren in Wettingen. 1980 beginnt er Posaune zu spielen in der Jugendmusik Spiez.1987-1993 Ausbildung zum Grafik Designer mit Abschluss. Workshops bei Ray Anderson und Vinnie Golia. 1994-1999 Ausbildung und Abschluss an der Berufsschule der Swiss Jazz School in Bern. Unterricht u.a. bei Robert Morgenthaler, Stanley Clark, Dave Bargeron, John Allred, Malte Burba und Andy Scherrer.

Zahlreiche Tours und Konzerte im In- und Ausland mit Grand Mother’s Funck. 2000-2010 Mitglied von Zurich Jazz Orchestra, Martin Streule Jazz Orchestra, Kaspar Ewald’s Exorbitantes Kabinett, Joe Haider Jazz, Orchestra, Dave Regan Jazz Orchestra, Willy Schnyder’s Jazzhorchester, Quintetto Illegale, Mats-up, Swinging Europe 2000, Generations Big Band 2002, Grand Mother’s Funck, Herbie Kopf’s UFO, Adrian Frey Septet, Convergencia, tré, Swiss Jazz Orchestra, Lucerne Jazz Orchestra, Kammerjäger, Koj u.a.

Unterrichtstätigkeit an der Hochschule der Künste Zürich, Musikhochschule Bern und Swiss Jazz School Bern.

 

Daniel Studer, Kontrabass

Improvisation ist das Zentrum der Arbeit. Musik in Verbindung mit Text, Tanz, Theater, Videopoesien. Mehrere Raumprojekte. Gezielte Auseinandersetzung mit dem Instrument und daraus folgende solistische Tätigkeit. Lange Zusammenarbeit mit Peter K Frey, III-VII-XII (Mischa Käser und Urs Haenggli), Harald Kimmig, Katharina Klement, Giancarlo Schiaffini, Dieter Ulrich, Alfred Zimmerlin. Spielte u.a. mit Lester Bowie, Jacques Demièrre, Steve Grossmann, Barney Kessel, Hans Koch, Joëlle Léandre, Mike Melillo, Evan Parker, Urs Voerkel, Bobby Watson.

Konzerte in Europa und Japan sowie Aufnahmen u.a. mit Kontrabassduo Studer-Frey, Solo, Streichtrio Kimmig-Studer-Zimmerlin, Giancarlo Schiaffini, Day&Taxi.

Unterrichtet Improvisation an der Hochschule der Künste in Bern.

 

Mia Lindblom, Violine

Mia Lindblom ist  in Schweden geboren und studierte Violine in Stockholm und Luzern. Sie ist seit vielen Jahren festes Mitglied bei den Festival Strings Lucerne und arbeitet als Zuzügerin in diversen Orchestern der Deutschschweiz. Besonders behagt ihr die Kammermusik, sei es in einer Tangoformation, im Streichtrio oder in Projekten Neuer Musik. Mia Lindblom lebt in Zürich.

 

Frantz Loriot, Violine/Viola

French-japanese violist Frantz Loriot began music studies on the violin with several professors (among them Mari Yasuda-Raclot, the Pons bros, Nicolas Dupin, Ivry Gitlis, Yukari Tate & Pascal Robault). He was brought to improvisation by Régis Huby, Joëlle Léandre, Barre Phillips, David S. Ware and Marc Ducret. He subsequently switched to the viola and currently performs solo as well as in various enembles ranging from rock to contemporary music by way of improvisation and electronics, both in USA and abroad.He contributed to multidisciplinary projects connected to poetry (for label EPM, France), cinema / video ("Le syndrome K" by R.Sandère, collaborations with audiovisual studio Merjithur), and dance with different companies (Un Instant, Claire de Monclin) in Paris. Some of his projects today include : Viola 2 Viola (with violist Cyprien Busolini), Bobun (with cellist Hugues Vincent), Duo Loriot - Niggenkemper (with bassist Pascal Niggenkemper), Joachim Badenhorst Trio (with Joachim Badenhorst and Devin Gray), Ginko Narayana string trio (with Silvia Tarozzi and Deborah Walker). Matt Renzi’s Arm Sized Legging (with Matt Renzi, Dan Loomis, Jeff Davis), Urbana (with James Ilgenfritz, Evan Mazunik, John O’Brien, Bryan Pardo), Voladores (with Joachim Badenhorst, Juan Pablo Carletti, Pascal Niggenkemper, Christopher Hoffman).

 

Seth Woods, Cello

Critiqued as “a young Eugene Moye or Yo Yo Ma” by the New Music Connoisseur, Seth Woods has established a reputation as a versatile man of many styles. While being classically trained, he has been seen in a variety of musical settings ranging from Baroque performance to avant-garde new music. Outside the chamber and solo setting, Seth has served as a principal or section cellist for the New York City Ballet, Orchestra of St. Lukes, Henry Mancini Institute Orchestra, Di Capo Opera Theater and Vertical Player Repertory Opera. He has also toured the U.S. and Canada with rock band, Brighton and Belle and Sebastian, and appeared in the Canadian Music Festival in 2006. He studied in the classes of Daniel Morganstern and Frederick Zlotkin. He has played in master classes for The Eroica Trio, Stephen Geber, Quartet San Francisco, Bill Pruecil, Joseph Kalichstein, Christian McBride and Maria Schneider. Within the last year he has graced the stages of Carnegie Hall, Wang Theater, United Nations, Merkin Hall, Jacob's Pillow Dance Festival, Radio City Music Hall and the Bell Centre with Peter Gabriel. As well he is the cello soloist for a new work with the Staatsballett Berlin(at the Komische Oper).

 

 

Booking (Constanze Schliebs, Berlin): www.asianetwork.de